Glossar

ACG

Austro Control

Die ACG, mit vollem Namen „Austro Control österreichische Gesellschaft für Luftfahrt mit beschränkter Haftung“, ist verantwortlich dafür, den Flugverkehr im österreichischen Luftraum sicher und effizient zu gestalten. Sie wurde 1993 als Nachfolgerin für das Bundesamt für Zivilluftfahrt gegründet und ist ein öffentliches, privatwirtschaftlich organisiertes Unternehmen.

Zu den Kernaufgaben der ACG gehören das operative Geschäft der Flugsicherung und der Bereich der behördlichen Agenden als Luftfahrtagentur. Unter die operativen Aufgaben fällt zum Beispiel die Überwachung von UAS-Flügen, unter die behördlichen Zuständigkeiten fallen die Ausstellung des Drohnenführerscheins oder die Genehmigung von Flugrouten.

AGL

Above Ground Level | AMSL – Above Mean Sea Level

Above Ground Level (AGL) und Above Mean Sea Level (AMSL) sind zentrale Begriffe in der Luftfahrt, um die Flughöhe eines Luftfahrzeuges zu bestimmen. Während sich AGL der Topografie anpasst und die tatsächliche Flughöhe und Entfernung von Objekten wie zum Beispiel Gebäuden oder Bergen wiedergibt, orientiert sich der AMSL-Wert an der mittleren Meereshöhe.

ARC

Air Risk Class

Air Risk Class (ARC) oder Luft-Risikoklasse ist ein wichtiger Wert, der für die prozessuale SORA-Risikoanalyse benötigt wird. Mittels des ARC wird die Gefahr für einen UA-Flug in einem bestimmten Luftraum ermittelt. Die Risikoklasse Luft berücksichtigt die Luftraumstruktur sowie die Dichte der Flugbewegungen im überflogenen Raum generell.

ARCA

„A real cool application“-Plattform

Die hochskalierende digitale „End-to-End“ PaaS ©ARCA von Smart Digital analysiert, erstellt und wertet unterschiedlichste Datenströme aus und bettet diese durch Blockchain-Technologie in ein transparentes und fälschungssicheres System ein. Dank der Nutzung von KI erfolgt die Selektion, Analyse und Dokumentation vollständig automatisiert. Die Daten stammen von mobilen oder stationären Sensoren oder aus ERP-Systemen. Je nach Anwendungsszenario greift SmartDigital zur Datenerhebung auch auf UAS seines 100-prozentigen Tochterunternehmens EuroDragons zurück.

Mit der außerordentlich leistungsfähigen Service Delivery Plattform ©ARCA hat Smart Digital eine Möglichkeit geschaffen, auch sehr komplexe Prozesse abzubilden und lückenlos zu dokumentieren. ©ARCA ist als As-a-Service-Modell buchbar und sorgt für Automatisierung von der Datenerhebung bis hin zur Rechnungsausgabe.

ARCU

Air Risk and Communication Unit

Die Air Risk and Communication Unit (ARCU) sendet alle Telemetriedaten eines UAS via 5G an die „End-to-End“-Plattform ©ARCA. Auf Basis dieser Daten kann ein digitaler Zwilling des UAS generiert werden. So können unter anderem Wartungs- und Serviceintervalle geplant werden und ein genereller Lebensakt jedes UAS angelegt werden.

ATM

Air Traffic Management

Ein wohldurchdachtes Air Traffic Management (ATM) ermöglicht es, den Luftraum strategisch so zu organisieren, damit dort Sicherheit gewährleistet werden können.

BVLOS

Beyond Visual Line of Sight

Beyond Visual Line of Sight (BVLOS) ist eine spezifische Betriebsart von unbemannten Luftfahrzeugen und bezeichnet Flüge, die über die Sichtweite von PilotInnen hinausgehen. PilotInnen sind auf technische Hilfsmittel angewiesen, um einen kontrollierten Flug zu gewährleisten. Flüge werden teil- oder vollautomatisiert durchgeführt. Diese Betriebsart erfordert eine Betriebsbewilligung der Austro Control.

ConOps

Concept of Operations

ConOps oder auch Concept of Operations bezeichnet in Zusammenhang mit UAS im Wesentlichen ein Dokument, das NutzerInnen auf abstraktem Niveau beschreibt, welche spezifischen Betriebsparameter und Einsatzbedingungen für einen UAS-Flug relevant sind. Ziel ist es, qualitative und quantitative Systemeigenschaften ohne zu viele technische Details zu erklären. Auch in anderen Bereichen wie Bildung, Finanzen und Gesundheit findet der Begriff weite Verbreitung.

DAA

Detect and Avoid

Detect and Avoid (DAA) beschreibt eine Reihe unterschiedlicher Technologien, die es einem UAS ermöglichen, sich im zivilen Luftraum sicher zu bewegen und Zusammenstöße mit anderen Luftfahrzeugen, Gebäuden oder anderen Hindernissen automatisiert zu vermeiden. Um dies zu bewerkstelligen, beobachtet das System die Umgebung im unmittelbaren Umfeld und entscheidet autonom, ob eine Kollision bevorstehen könnte. Droht Gefahr, wird die Flugbahn so geändert, dass ein Zusammenstoß verhindert wird. Zur Abwägung werden Daten aus unterschiedlichsten Quellen (Sensor Fusion Algorithmen, automatisierte Bilderkennung, KI) herangezogen, um den bestmöglichen Ausweichpfad zu errechnen. 

EASA

Europäische Agentur für Flugsicherheit / European Union Aviation Safety Agency

EASA steht für die Agentur der Europäischen Union für Flugsicherheit (EASA – European Union Aviation Safety Agency) und ist die Behörde der EU für die zivile Luftfahrt. Mit Sitz in Köln ist die 2002 gegründete Organisation dafür zuständig, einheitliche Umwelt- und Sicherheitsstandards für den Flugbetrieb auf europäischer Ebene zu erstellen und zu überwachen. Sie ist neben der Austro Control die maßgebliche Instanz, um Rahmenbedingungen für den Luftverkehr nicht nur zu schaffen, sondern vielfach auch deren Einhaltung zu überprüfen.

GCS

Ground Control Station

Eine Ground Control Station (GCS) ist bodengebundene Hard- und Software, die es PilotInnen ermöglicht, ihr UAS zu kontrollieren. Dies geschieht entweder, indem remote auf das UAS zugegriffen wird oder zuvor Parameter für eine autonome Operation festgelegt werden. Grundsätzlich ist es die Aufgabe der PilotInnen Flüge zu planen, zu kontrollieren und zu steuern. Manche GCS ermöglichen zusätzlich den Empfang und das Livestreaming von Videos oder anderen Daten.

GNSS

Global Navigation Satellite System

Das globale Navigationssatellitensystem (GNSS – Global Navigation Satellite System) besteht aktuell aus rund 30 Satelliten, die in circa 20.000 km die Erde umkreisen. Ursprünglich ist GNSS jedoch ein Sammelbegriff, der für bestehende und auch künftige Satellitensysteme verwendet wird. Es ermöglicht genaue Positionsbestimmungen und Navigation auf Basis von Signalen durch Satelliten. Für eine exakte Bestimmung der Position müssen derzeit die Signale von zumindest vier unterschiedlichen Satelliten zur Verfügung stehen.

Das System, welches ursprünglich für den militärischen Sektor entwickelt wurde, findet heutzutage Anwendung in vielen zivilen Bereichen und ist auch für BVLOS-Flüge von besonderer Bedeutung.

GRC

Ground Risk Class

Risikoklasse Boden (GRC – Ground Risk Class) ist ein wichtiger Parameter für die SORA-Risikoanalyse beim UAS-Flug und befasst sich mit dem Überflugrisiko. Für die Einschätzung des GRC werden diese und ähnliche Fragen beantwortet: Wird über offenes Gelände geflogen oder ist es geplant, eine Menschenmenge zu überfliegen? Auf Basis des GRC Wertes ist der Betreiber verpflichtet in Abhängigkeit der Gefahr für Menschen am Boden strategische bzw. taktische Maßnahmen zur Risikominimierung zu ergreifen.

LAZ

Landing Zone

Eine designierte Start- und Landezone hilft dabei, ein UAS sicher und ohne Zwischenfälle zu landen. Welche Voraussetzungen eine Landezone (LAZ) genau erfüllen muss, ist im Wesentlichen von Geschwindigkeit, Gewicht und Größe des jeweiligen UAS abhängig. Eine optimale LAZ berücksichtigt folgende Parameter: tragfähiger und ebener Untergrund, Freiheit von Bebauung und Vegetation sowie gute Einsehbarkeit.

LUC

Light-UAS-Operator-Certificate

Analog zum Air Operator Certificate (AOC) der bemannten Luftfahrt, ist das Leicht-UAS-Betreiber-Zertifikat (LUC – Light UAS-Operator-Certificate) ein Gütesiegel für die Betriebsstruktur von UAS-BetreiberInnen. Das internationale Zertifikat wird ausschließlich nach umfassenden behördlichen Audits an juristische Personen verliehen. LUC ist Teil der Anfang 2021 in Kraft getretenen EU-Drohnenverordnung. Es befähigt UAS-BetreiberInnen dazu, abhängig von den durch die Luftfahrtbehörde eingeräumten Privilegien Betriebsgenehmigungen selbst zu erteilen. Zudem erlaubt es LUC Flüge bis zur Risikoklasse SAIL VI durchzuführen.

METAR

Aviation Routine Weather Report

Der Aviation Routine Weather Report (METAR) ist eine stündliche Meldung in Kurzform, die Informationen über die Wetterbedingungen auf einem Flugplatz enthält. Eine METAR-Meldung besteht üblicherweise aus dem Identifikationscode (ICAO-Code) des Flugplatzes, dem Beobachtungszeitpunkt sowie Details zu Windrichtung, Sichtweite, Luftdruck, Wolkenformationen und Ähnlichem. Das System ist weltweit verbreitet.

SPECIs (Special Report) wiederum werden immer dann ausgegeben, wenn sich die Wetterbedingungen rasant ändern oder andere zeitkritische Informationen wie Unfälle übermittelt werden müssen.

MTOM

Maximum Take Off Mass

MTOM (Maximum Take Off Mass) oder auch höchstzulässige Startmasse ist jene Masse, mit der ein Luftfahrzeug abheben darf. Nutzlast und Kraftstoff sind im Maximalgewicht inkludiert. Sie wird im Rahmen der Zulassung festgesetzt und orientiert sich an strukturellen und leistungsabhängigen Vorgaben. Das Gewicht eines UAs ist Grundlage für die Beurteilung des Bodenrisikos (GRC).

NAA

National Aviation Authority

Eine Nationale Flugsicherheitsagentur (NAA – National Aviation Authority) ist jene Agentur, die die zivile Luftfahrt eines Landes organisiert. Sie ist für die Zulassung von Luftfahrzeugen verantwortlich und managt den zivilen Luftraum. In Österreich ist dafür die Austro Control (ACG) zuständig. Für den gesamteuropäischen Raum ist die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) verantwortlich.

NOTAM

Notices to Airmen

Die NOTAM (Notices to Airmen) sind für einen sicheren und flüssigen Flugverkehrsfluss notwendig. NOTAM enthält primär kurzfristige und dringliche Änderungen, Verfahren und Informationen, die für die Durchführung eines Fluges von besonderer Bedeutung sind. Typischerweise beinhalten diese Nachrichten Berichte über den Zustand von Luftfahrtanlagen oder Gefahren, die für einen sicheren Flugverkehr unabdingbar sind. Grundsätzlich handelt es sich um kurzfristige Informationen mit bis zu drei Monaten Gültigkeit.

NOTAM kommt auch im Bereich von UA-Flügen zum Einsatz. Es ist üblich, dass UA-BetreiberInnen andere LuftverkehrsteilnehmerInnen mittels NOTAM über ihre Flüge informieren. Gleichermaßen sind alle PilotInnen verpflichtet, vor jedem Flug alle NOTAMs für das beflogene Gebiet zu kontrollieren.

OM

Operations Manual

Das Betriebshandbuch (OM) oder auch Operations Manual von UA-BetreiberInnen enthält alle Informationen über die Organisationsstruktur, Verfahren und Sicherheitsmaßnahmen, die einen regelkonformen und standardisierten Betrieb garantieren.

OSO

Operational Safety Objective EU V 2019/947

In der Betriebskategorie „specific“ werden Betriebsrisiko (Beschädigungen, Verletzungsgefahr, Bedrohungen für Menschen im Allgemeinen) und Risikominderungsmaßnahmen sowie deren Robustheit abgewogen. Hierzu wird jeweils ein Absicherungsniveau (Robustheit) festgelegt, auf Basis dessen Sicherheitsziele (OSO – Operational Safety Objectives) in unterschiedlicher Ausprägung erfüllt werden müssen. Diese beinhalten neben technischen Aspekten auch Anforderungen an BetreiberInnen hinsichtlich Qualität, Ausbildung und Organisation.

PaaS

Plattform as a Service

Als Plattform as a Service (PaaS) werden cloudbasierte Dienstleistungen bezeichnet, die AbonnentInnen Zugang zu einer vollständigen Entwicklungs- und Betriebsumgebung geben, ohne dass diese gesonderte Infrastruktur, Hardware oder Software erwerben müssen. Vorteil für KundInnen dieser Dienste ist, dass viele administrative Aufgaben entfallen und stattdessen Flexibilität, Skalierbarkeit und Hochverfügbarkeit eine optimale Nutzung, bestenfalls „End-to-End“ ermöglichen. Üblicherweise beinhalten PaaS-Angebote sowohl die erforderliche technische Infrastruktur wie Server und Speicher als auch benötigte Datenbankverwaltungssysteme, Middleware und Softwarepakete.

PLD

Payload

Generell bezeichnet Payload (PLD) die Nutzlast, mit der ein unbemanntes Luftfahrzeug beladen werden kann. Dieser Wert ist so wichtig, dass UAS regelmäßig auf Basis ihrer Nutzlastkapazität beworben werden. Je größer die PLD, desto mehr unterschiedliche Sensoriken haben an Board Platz und desto einfacher kann ein UA den jeweiligen NutzerInnenbedürfnissen angepasst werden. Die Bedeutung der PLD ist von der Aufgabe abhängig und besonders bei wissenschaftlicher Nutzung oder für Lieferdienste wichtig.

POCU

Payload Operating Control Unit

Die Payload Operating Control Unit (POCU) passt alle während eines UA-Fluges erfassten Daten so an, dass sie entsprechend der zur Verfügung stehenden Bandbreite als Livestream direkt an die „End-to-End“-Plattform ©ARCA gesendet werden können. Auch weitere Daten aus externen Sensoriken zu Luft, Land und Wasser können nach Bedarf übermittelt werden.

Robustness

Robustness beschreibt das Niveau der Absicherung eines Fluges. Abhängig von der Betriebsrisikoklasse (SAIL) sind BetreiberInnen bei Flügen in der specific-Kategorie dazu verpflichtet, der Behörde nachzuweisen, dass eine rechtskonforme Durchführung stattfindet. Robustness setzt sich aus dem Level of Integrity (LOI) und dem Level of Assurance (LOA) zusammen und beschreibt, welche Absicherungsmaßnahmen ergriffen werden müssen und wie diese glaubhaft gemacht werden können.

RPA

Robotic Process Automation

Robotergestützte Prozessoptimierung (RPA) ersetzt repetitive, zeitintensive oder fehleranfällige Tätigkeiten durch sogenannte Softwareroboter, umgangssprachlich auch als Bots bezeichnet, um diese automatisiert umzusetzen. Je nach Bot können modellgetriebene oder selbstlernende Ansätze zur Anwendung kommen. In Zusammenhang mit UAS findet RPA besonders bei RPAS (Remotely Piloted Aircraft Systems) Anwendung.

SAIL

Specific Assurance and Integrity Level

Auf Basis der GRC– und ARC-Werte wird das sogenannte Specific Assurance and Integrity Level (SAIL) ermittelt. SAIL ist damit eine Einschätzung darüber, wie hoch das Risiko eines geplanten UAS-Fluges ist und welche Maßnahmen während des Betriebes von UAS PilotIn und Betreiber sichergestellt werden müssen. Für eine generelle Risikoabschätzung mittels SORA ist der SAIL-Wert zentral.

SORA

Specific Operational Risk Assessment

Specific Operations Risk Assessment, kurz SORA, bezeichnet ein europaweit eingesetztes System zur Risikoanalyse, um den Flug von UAS so sicher wie möglich zu gestalten. Basis für SORA sind die Werte ARC (Air Risk Class) und GRC (Ground Risk Class), mittels derer ein SAIL-Wert (Specific Assurance and Integrity Level) erhoben wird. SAIL steht dabei für die Wahrscheinlichkeit, mit der eine UAS-Operation ohne Zwischenfälle verläuft. Ausdrückliches Ziel ist es, unerwünschte Zwischenfälle mit Personen am Boden, anderen LuftverkehrsteilnehmerInnen und kritischer Infrastruktur zu vermeiden.

Eine Risikobewertung gemäß SORA kann von der Austro Control im Rahmen einer Beantragung einer Aufstiegserlaubnis eingeholt oder von den Betreibern selbst durchgeführt werden.

UA

Unmanned Aircraft

Die Abkürzung UA bezeichnet ein unbemanntes Luftfahrzeug. Ein UA in Österreich unterliegt der Registrierungspflicht bei der Flugsicherheitsbehörde Austro Control. Zusätzlich ist es notwendig, eine Haftpflichtversicherung abzuschließen. Gleichzeitig mit der Registrierung ist für jedes UA über 250 g ein Online-Test zu absolvieren, der als „Drohnen-Führerschein“ gilt und ohne den das Steuern eines UA nicht erlaubt ist. Von der Registrierung ausgenommen sind lediglich Kleinstdrohnen, die unter die EU-Spielzeugrichtlinie fallen. Die Klassifizierung eines UA erfolgt üblicherweise auf Basis unterschiedlicher Attribute wie Typus, Flughöhe, Gewicht, Geschwindigkeit und Payload-Kapazität.

UAS

Unmanned Aircraft System

UAS seht für Unmanned Aircraft System und bezeichnet laut EU-Gesetz unbemannte Luftfahrzeuge sowie alle zu deren Betrieb notwendigen Systeme. Zusätzlich inkludiert der Begriff weitere Subsysteme wie die GCS (Ground Control Station), das Start- und Landesystem, das Navigationssystem und weitere unterstützende Technik.

UAV

Unmanned Aerial Vehicle

Ein Unmanned Aerial Vehicle (UAV) oder unbemanntes Luftfahrzeug ist die mittlerweile eher veraltete Bezeichnung für ein Unmanned Aircraft System (UAS). Konkret beschreibt UAV ein Luftfahrzeug, das besatzungslos, autark und durch einen Computer oder vom Boden aus mittels Fernsteuerung navigiert wird. Umgangssprachlich wird im Zusammenhang mit UAVs häufig der Begriff Drohne verwendet. Anders als bei UAS, das sämtliche Subsysteme wie etwa ein Navigationssystem beinhaltet, bezieht sich UAV strikt auf das Luftfahrzeug selbst.

uLFZ

unbemannte Luftfahrzeuge

Unbemannte Luftfahrzeuge (uLFZ) sind Luftfahrzeuge, die dafür konstruiert wurden, remote oder autonom betrieben zu werden. Je nach Größe, Gewicht und Sensorik unterliegen sie unterschiedlichen rechtlichen Regelungen. Im Wesentlichen ist uLFZ die deutsche Abkürzung für die häufiger verwendete Bezeichnung UAS (Unmanned Aircaft System).

U-Space

Zukünftig wird der gesamte europäische Luftraum unter dem Namen „U-Space“ für bemannte und unbemannte Flugobjekte transnational organisiert werden. Dies ermöglicht die sichere Integration von UAS in den Luftraum, denn „U-Space“ koordiniert alle Flugverkehrsteilnehmer – bemannt oder unbemannt. „U-Space“ ist klar vom restlichen Luftraum abgegrenzt.

UTM

UAS Traffic Management

Das UAS Traffic Management (UTM) ist ein Verkehrsmanagement für UAS und dient zum sicheren und effizienten Betrieb von UAS in allen Betriebskategorien. Es kombiniert Luftlagebilder aus der bemannten und unbemannten Luftfahrt, übermittelt Flugpläne, identifiziert UAS und warnt vor gesperrten Lufträumen.

VLOS

Visual Line Of Sight

Visual Line of Sight (VLOS) oder auch Betrieb in direkter Sicht, ist ein häufig verwendeter Begriff in der Luftfahrt. Bei dieser spezifischen Betriebsart steuern die PilotInnen ein UAS mit direkter Sichtverbindung und ohne weitere technische Hilfen wie etwa Kameras. Als Erweiterung des VLOS-Flugs kann der EVLOS-Flug (Extended Visual Line Of Sight) angesehen werden, bei dem BeobachterInnen kritische Informationen an die PilotInnen weitergeben oder auch technische Hilfsmittel eine Direktsteuerung des UAS ermöglichen. Dem gegenüber steht der BVLOS-Flug, der über die direkte und indirekte Sicht hinausgeht und bei dem eine Direktsteuerung nur in Notfällen von den beobachtenden PilotInnen eingeleitet wird.

VTOL

Vertical Take-off and Landing

Umgangssprachlich wird für VTOL-Luftfahrzeuge oftmals der Begriff „Senkrechtstarter“ verwendet, denn VTOL beschreibt die Fähigkeit von Luftfahrzeugen oder auch einem UAS, senkrecht, ohne Start- oder Landebahn, abzuheben und zu landen (Vertical Take-off and Landing).

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